Donnerstag, 3. April 2014

Videoaufnahme vom Mond durch ein Teleskop



Heute mal eine Premiere von mir, ein Video! Gut, ist eher ein Videoschnipsel :)


video

Falls hier kein Videofenster zu sehen ist, hier der direkte Link: www.gstoever.de/video/mond.mpeg

Was man hier sieht, ist der Mond aufgenommen mit einer Digitalkamera (E-PL5, mFT-Sensor) adaptiert an ein Teleskop mit 1250 mm Brennweite. Wie hoch der Abbildungsmaßstab ist, kann ich gar nicht sagen, aber er ist schon gigantisch! Selbst mit einem normalen 500 mm-Objektiv an der gleichen Kamera bekommt man den Mond nur in akzektabler Größe auf den Sensor. Mit dem Teleskop, übrigens eines in Schmidt-Cassegrain-Bausweise (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Schmidt-Cassegrain-Teleskop) passt der Mond kaum noch auf den Sensor. Und theoretisch könnte man noch weit "näher 'ran", wenn man noch ein Okular dazwischenschalten würde (ich glaube min. um den Faktor 100!).

Was man auf dem Video aber auch gut sehen kann ist wie stark die Atmosphäre das Bild stört. Dieses Wabern ist die warme Luft die aufsteigt. Den Rest besorgen dann Luftverschmutzung und Lichtverschmutzung, was hier aber aufgrund der Helligkeit des Mondes keine so große Rolle spielt.

Die Geschwindigkeit mit der der Mond durch das Bild rauscht ist übrigens real, das Teleskop wurde kein Stück gedreht, die Abspielgeschwindigkeit ist in Echtzeit. Je höher die Vergrößerung ist, desto mehr erkennt man die Auswirkung der Erdrotation. Auch Planeten wie Jupiter wandern in kürzester Zeit aus dem Blickfeld des Teleskops, wenn man es nicht nachführt.

Danke und Grüße,
Gordon

Mittwoch, 2. April 2014

Erste Radtour (mit neuem Holzstativ und einigen Tieren)

Letztes Wochenende habe ich meine erste kleinere Radtour mit dem Rad und meinem neuen Holzstativ, einem Berlebach, unternommen. Warm genug war es ja und ich wollte das Stativ und vor allem die extra dafür gekaufte Spezialtasche ausprobieren. Die Tasche kommt seitlich an den Gepäckträger, wie diese bekannten Taschen auch, also mit so einem Einhackmechanismus der sich mit einer Hand wieder lösen lässt. Ob das was wirklich langfristig was taugt, berichte ich vielleicht in einem separatem Beitrag. Das Stativ scheint zumindest meine Erwartungen zu erfüllen.


Es war wie gesagt warm, aber ansonsten nicht gerade bestes Fotowetter für meine Belange. Der Himmel leicht blass und ohne nennenswerte Wolken oder Strukturen. Aber für einen Testausflug war das schon okay.

Berlebach Report 332 mit Manfrotto Getriebeneiger und DSLR
Das Berlebach Holzstativ war ja der Grund für den Ausflug. Ich will hier jetzt kein Review vom Stapel lassen, aber ganz kurz: das Stativ ist mit 3,2 Kilo nicht gerade leicht, dafür aber mit einer fest eingebauter Nivellierkugel und 143 cm max. Höhe schon ziemlich robust und vielseitig. Da man Holz eine noch bessere Eigenschaft bei der Schwingungsdämpfung als Karbon bei Fotostativen nachsagt, wollte ich den Weg gleich konsequent zuende gehen und auf dem Rad, mit der oben erwähnten Spezialtasche, ist der Transport auch nicht so schlimm. Allerdings wiegt die gesamte Einheit aus Stativ und Getriebeneigerkopf, sowie D800 mit mittelschwerem Objektiv schon eine ganze Menge und zu Fuß trägt man das sicherlich nicht sehr lange freiwillig durch die Gegend. Aber bei sowas ist schwer eben auch gut...zumindest für verwacklungsfreie Fotos.


Zwar hat so ein Stativ nicht die aktuellen Gimmicks wie schwenkbare Mittelsäule und Co., aber verschiedene Stellungswinkler der Beine sind möglich und man kommt damit auch bis auf den Boden (auf dem Bild sieht man nur eine mittlere Stellung mit unterschiedlichen Beinauszugslängen).


Ich habe mehrere Dinge mit dem Stativ ausprobiert. Langzeitbelichtungen hatte ich schon ein paar Abende davor erfolgreich getestet. Auf dieser Tour wollte ich mal verschiedene Brennweiten und Objektive (Gewichte, Längen) und auch Kameras ausprobieren. Daher habe ich auch noch meine mFT-Kamera mitgenommen, inklusive 100-300 mm-Objektiv, was heftige Anforderungen an ein Stativ stellt, wie ich in der Vergangenheit leidvoll feststellen musste.


Bei allen Stativaufnahmen war aber kein Verwackler zu erkennen, weder bei den beiden Bilder oben mit D800 + 70-200, noch später mit der Olympuskamera mit monströser 600 mm Brennweite im Kleinbildäquivalent.

300 mm Aufnahme mit Olympus E-PL5

Da die atmosphärische Situation leider nicht sonderlich spektakulär war, habe ich das Stativ dann eine zeitlang stehen gelassen und ein wenig die Fauna geknipst.


Diese scheuen Kameraden hier reizen mich jedesmal wenn ich dort bin. Leider kommt man nicht wirklich nah genug heran, so dass man entweder extrem viel Tele braucht oder aber sehr viel Reserven beim Ausschnitt. Ersteres liefert die mFT-Kamera, zweiteres die D800.


Hier war ich noch nicht richtig vorbereitet. Mehr ein Schuss aus der Hüfte mit der Nikon und einem 70-200 aus sehr großer Entfernung (extremer Crop). Die Belichtungszeit war zu lang...oder zu kurz für einen ordentlichen Mitzieher, je nach dem was man hier bevorzugt hätte.


Aber die Tieren waren sehr aktiv und eine vergleichbare Szene ergab sich gleich mehrere Male, so dass ich sogar beide Kameras ausprobieren konnte.



Aber auch andere Tiere sieht man dort fast immer, z.B. verschiedene Vögel.


Schwäne.



und was sonst noch so auf Feld und Wiese lebt.



Nach den Tieren habe ich noch ein wenig mit dem Stativ und sehr langen Brennweiten bei Landschaftsaufnahmen experiementiert. Mich interessiert hier vor allem die Möglichkeit die Landschaftsszene zu verdichten...zu verkürzen, so dass z.B. dieser eigentlich recht langgezogene Graben als eine enge S-Kurve erscheint.


Am Abend kamen dann doch noch ein paar (Schleier)Wolken auf und die Szene wurde für mich interessanter. Kurz danach ging aber schon wieder alles in diesiger Luft unter.


Wobei das auch ganz reizvoll aussehen kann. Fast schon ein wenig wie eine Vollmondnacht.

Ja, das war sie, meine erste Radtour oder genau genommen die dritte, wobei diese von Entfernung und Dauer schon eher dem entspricht, was ich im Sommer ein paar mal die Woche plane.

Hoffen wir mal auf einen weiter besser werdenden Frühling und einen guten Sommer.

Grüße,
Gordon

Dienstag, 25. März 2014

Flugzeugabsturz?!

Durch Zufall bei einem Stativtest heute abend aufgenommen - siehe Lichtspuren links. Ist in der Nähe des bremer Flughafens. Selbst für eine kleine Maschine schon ein gewagtes Manöver oder? Kann aber auch was ganz anderes gewesen sein...nur was? UFO? ;)


An dem Ort kommen in der Woche ca. alle 10-15 Minuten Flugzeuge vorbei. Die haben dort nur noch wenige hundert Meter Höhe, weil der Flughafen nicht mehr weit weg ist. Je nach Windrichtung und damit Anflugrichtung sind auch die dicken Brummer schon sehr tief und mit normaler Kamera bzw. Brennweite schon sehr gut und groß zu fotografieren. Das hier ist eine Teleaufnahme vom Stativ. Das eigentliche Motiv war der Turm und die Lichtspur ist nur per Zufall auf dem Bild gelandet. Habe ich bei der Aufnahme, eine von vielen, gar nicht gesehen. Schon komisch oder? Ich habe eben wirklich die Nachrichten im Netz nachgeschaut, ob da was passiert ist. Könnte ja eine kleine Privatmaschine gewesen sein...was ich mal wirklich nicht hoffen will!

Komische Sache. Denke...hoffe es war was anderes als ich denke.

Gordon

Freitag, 7. Februar 2014

Kurzurlaub auf Fehmarn

Kurz vor Silvester haben wir uns noch eine FeWo auf Fehmarn genommen. Das Wetter war für die Region und Jahreszeit sogar annehmbar. Die folgenden Aufnahmen zeigen sicherlich nicht typische Motive von Fehmarn...war aber auch nicht meine Intention.

So ein bedeckter Himmel hat ja auch seinen Reiz. Gerade wenn die Sonne sich doch noch versucht durchzukämpfen.


Lichtfinger sind für mich schon eine Lieblingsnaturerscheinung.


 Auch ungewöhnliche Wolkenformationen und Kondensstreifen nehme ich immer gerne mit ins Bild.


An einem Tag kam sogar die Sonne mal richtig durch. Fehmarn soll ja auch die meisten Sonnenstunden überhaupt bei uns haben...


die anderen Tage zeigte sich das Wetter aber meistens robust.


Die meistens robusten "Strände" fand ich fotografisch sehr interessant. Weit interessanter als die typischen glatten Sandstrände die man oft an solchen Ferienorten vorfindet und die zwar zum Baden toll sind, aber für Fotos eher öde.


Bewegtes Wasser ist auf jeden Fall eine Auslösung wert für mich.


Und auch wenn es vielleicht einige kitschig finden, ich mag Sonnenuntergänge. Gerade die Farbvarianzen von blau/violett bis orange/rot  finde ich spannend.


Auch dem Konstrast mit Scherenschnittobjekten kann ich eigentlich immer wieder was abgewinnen.


Damit es dem Sohn nicht zu langweilig wurde und weil das Wetter dann doch zur Jahreszeit passte: eine kleine Exkursion in das Meereszentrum (http://www.meereszentrum.de).


Manche Bewohner dort sehen wirklich lustig aus :) 
Für die Technikfreaks unter euch: wie immer sind Aufnahmen in Aquarien nicht einfach! Man kämpft gegen die Scheiben mit ihren Verschmutzungen, Kratzern und dem reflektierendem Licht, man hat es mit sehr wenig Licht zu tun und muss entsprechend ISO und Blende setzen. Fische sind teilweise recht schnell, gerade die dort zu sehenden Haie, so dass man eine entsprechende Kamera braucht, die auch hohe ISO-Werte noch packt und natürlich auch ein entsprechendes Objektiv (<= f2.8 sollte es schon sein). Ich habe hier eine D800 mit Sigma 35/1.4 (das neue "Art") verwendet und die Bildqualität ist wirklich ausreichend, auch bei ISOs über 3200.



Für mich als technik-affinen Menschen natürlich sehr spannend: das ausgestellte U-Boot U-11. Auch hier wieder wenig Licht. Da es die Motive für mich sinnvoll erschienen ließen, habe ich ein Ultraweitwinkel verwendet (Nikkor 14-24/2.8). Damit erledigt sich bei so einem statischen Motiv auch gleich das Problem mit der Belichtungszeit, da man bei diesen Brennweiten sehr lange Zeiten noch aus der Hand verwacklungsfrei halten kann.


Auf den täglichen Spaziergängen habe ich immer wieder die wogenden Wellen als Motivbestandteil verwendet.


Teilweise auch einfach als Hauptmotiv. 


Viele spannende Motive gibt es ehrlich gesagt nicht auf Fehmarn, wenn man von der typischen Natur mal absieht. Stadt oder Hafen sind eher mittelmäßig spannend. Aber mir machen auch solche einfachen Motive Spaß. Strukturen, Formen, Farben, Kompositionen, Texturen...alles Dinge die man überall finden kann. Für Leute die mit Fotografie nichts anfangen können, sicherlich unverständlich, aber mir reicht das für ein Bild.

 

Sieht nach Sommer aus, war aber schweinekalt ;) Ich war eingepackt wie ein Polarforscher und trotzdem biss der starke und kalte Wind noch ordentlich.

Das war's dann auch.  

Vielen Dank und Grüße,
Gordon



Donnerstag, 31. Oktober 2013

D800 - Sonntagsspaziergang bei schlechtem Wetter

Wobei, so schlecht war es dann auch wieder nicht, zumindest nicht aus fotografischer Sicht. Es war stürmisch, regnerisch, aber es brach auch immer mal wieder die Sonne leicht durch. Also eher Drama in the sky, als Tristesse.


Da ich nicht viele Chancen für spannende Fotos erwartet hatte, waren auch nur das 35er und das 50er dabei.  Hat aber fast immer perfekt gepasst. Diese Lichtfinger hier sind im Oktober eher selten...oder? Kenne ich eher aus dem Sommer, wenn die Gewitterwolken über die norddeutsche Tiefebene ziehen.



Diese Erscheinungen gehen leider auch immer sehr schnell wieder vorbei, genauso wie ein Regenbogen. Daher muss man schon relativ schnell sein, ansonsten sieht es dann schnell wieder so aus.



Auch solche partiell ausgeleuchteten Szenen sind nur sehr kurzlebig. Hier kommt es teilweise auf wenige Sekunden an! Der Lichtstreifen wird durch eine Lücke in den schnell ziehenden Wolken verursacht und "rast" gerade zu über den Landstrich und verschwindet dann auch urplötzlich, weil die Wolken sich übereinander schieben. Also niemals lange fackeln, einfach abdrücken! Bei so einem wechselhaften Wetter, mit starkem Wind und dicken Wolken, ändert sich das Licht auch extrem schnell und spannende Wolkenformationen können in wenigen Sekunden auftauchen, um dann sofort wieder zu verschwinden.



"Guck mal Papa, die krabbelt der auf den Rücken!" - "Äh, ja, genau." ;) Was soll man da auch schon groß sagen, wenn der Sohn 5 Jahre alt ist?



Gegenlicht, bzw. schattige Motive, waren mit der D800 wie immer eine Freude. Durch den großen Spielraum bei der Belichtung und der Bearbeitung am Rechner erreicht man ... erreiche ich für meinen Geschmack sehr schöne Ergebnisse.



Richtig anhänglich war dieses Tierchen hier. Folgte uns so weit es ging und benahm sich fast wie ein kleiner Hund der spielen will.



Diese Aufnahme, wie hier viele andere auch, sind mit dem günstigen AF-S 50/1.8 gemacht und ich finde das Ding irgendwie richtig gut! Keine Ahnung, ob es an der D800 liegt, aber die Details die man damit einfangen kann, sind ziemlich okay. Geht natürlich mit anderen Objektiven auch oder sogar besser, aber das Teil ist nun wirklich günstig, wenn man den Preis mit denen anderer Vollformatobjektive vergleicht. Hier ein starker Ausschnitt aus diesem Bild:

Ausschnitt aus vorhergehender Aufnahme
Also ich finde das schon ziemlich gut.



Maisfeld. Notiz an mich selbst: Detailaufnahmen von Maiskolben machen! Warum? Keine Ahnung, will ich einfach :)



Ich stehe ja auch solche schiefen und primitive Hütten und Scheunen. Ich weiß nicht genau wieso. Oder vielleicht doch. Ist einfach ein Kontrast zu unseren ansonsten so gepflegten und perfekten Gebäuden, die man sonst so sieht. In vielen anderen Ländern wäre sowas sicherlich nichts besonderes, da dort nicht alles so gepflegt und perfekt in Schuss ist.



Hier wollte ich eigentlich noch mehr Bewegung drin haben. Der Pflanzen wurden wild durch den Wind hin und her geschleudert, aber irgendwie habe ich das verpeilt ;)

Die D800 macht mir sogar bei solchen bescheidenen Bedingungen und Motiven richtig Laune. Das hier wäre auch alles mit einer anderen Knipse gegangen, aber es sind halt die kleinen Unterschiede in Sachen Dynamik und Auflösung, die mir zuhause am Rechner noch mal den "Kick" geben. Oft denke ich immer "das Bild ist tot!". Damit meine ich technisch tot, weil einfach nicht genug Wumms drin ist. Blasser, heller Hintergrund, dunkler Vordergrund. Aber da geht dann doch noch eine ganze Menge. In die 36 Megapixel-Bilder reinzuzoomen ist sowieso Porno ;) Braucht man meistens nicht, schon gar nicht, wenn man Bilder wie hier als kleine Pixelbrocken präsentiert. Aber was man da am Rechner an Details sehen kann und was man für Ausschnitte machen kann (wenn der Turnschuhzoom mal wieder zuhause lag ;) ), ist schon enorm.

In diesem Sinne,
Gordon

Montag, 28. Oktober 2013

Gegenlichtaufnahmen mit D800


Die D800 hat eine sehr große Dynamik, wohl eine der größten bei den aktuell verfügbaren und im Laden um die Ecke kaufbaren Digitalkameras überhaupt (Stand 11/13).

Die Dynamik, also die Fähigkeit zwischen hellen und dunklen Bildstellen so zu differenzieren, dass man noch genügend Abstufungen im Farb- oder Grauverlauf auf dem Bild hat, zeigt sich bei der D800 wohl eher im Bereich der dunklen Stellen. Zumindest empfinde ich den sogenannten Headroom als nicht sichtbar besser als bei der D700. In den Spitzlichtern hat man also den gewohnten Spielraum und kann die in der Vorschau noch als überbelichtete Stellen angezeigten Bereiche wiederherstellen.
Bei meiner D700 bekam ich es in den dunklen Bereichen meistens mit extremen Rauschen zu tun, wenn ich diese Stellen extrem wieder aufhellen wollte. Das ist bei der D800 sehr viel unproblematischer. Man kann geradezu unglaublich stark wieder aufhellen, ohne das in dunklen Bereichen alles durch Rauschen zerstört wird. Hier mal ein Beispiel, dass ich gerade zur Hand habe:

Gegenlichtaufnahme mit D800, aus RAW, unbearbeitet
So kennt man das bei Motiven im Gegenlicht, alles was im Schatten liegt, wirkt zu dunkel und man kann nicht allzu viele Details erkennen. Wenn es noch extremer wird, landet man beim Scherenschnitt, was ja durchaus eine interessante Interpretation eines Motives sein kann. Möchte man aber wieder Licht ins Dunkel bringen, kann man dies mit der D800 hervorragend tun. Hier die gleiche Aufnahme mit aufgehellten Schatten und diversen anderen Änderungen in Lightroom:

Gleiche Aufnahme mit starker Aufhellung der Schattenbereiche
Das ist tatsächlich die gleiche Aufnahme und es ist auch kein HDR. Die grundlegenden Einstellungen in LR kann man hier sehen:


Man sieht eine allgemeine Aufhellung durch die Anhebung der Belichtung um ca. 1/3 Blende. Da habe ich aber einfach nur meine nicht ganz korrekte Belichtung bei der Aufnahme kompensiert. Interessanter sind die beiden Einsteller "Lichter" und "Tiefen". Mit Lichter habe ich die hellen Bereiche möglichst detailreich zurückgeholt und noch wichtiger, mit "Tiefen" habe ich die Schattenbereiche extrem aufgehellt. Die kleine Spitze im Histogramm rechts ist übrigens die Sonne.

Das hätte man so ähnlich mit der D700 auch machen können, allerdings sehe ich da weit weniger Spielraum und vor allem bekommt man sehr schnell sehr starkes Rauschen. Hier ist das nicht so und wenn man sich einmal Ausschnitte ansieht, kann man auch sehen wie problemlos sich das hier aufhellen ließ.

Auschnitt ohne Aufhellung der Schatten:

Das ist schon reichlich flau und dunkel, auch wenn man noch was erkennen kann. Nun der gleiche Ausschnitt mit der oben gezeigten Bearbeitung:


Eigentlich sollte da "Bremen" stehen :)

Das gibt einem schon eine Menge Spielraum, finde ich. Ich mache gerne Landschaftsaufnahmen, gerade auch kurz vor Sonnenuntergang und dann auch in Richtung Sonne. Mit der D700 hieß das eigentlich immer Scherenschnitt oder aber HDR, also Belichtungsreihe am Rechner zusammengerechnet. Mit der D800 kriege ich das gewünschte Ergebnisse oft schon durch entsprechende Belichtung einer einzigen Aufnahme und Nachbearbeitung am Rechner hin, wie hier gezeigt.
Falls ich noch ein besseres, weil extremeres Beispiel finde, ergänze ich das hier...TODO an mich: "noch bessere Beispiele einfügen!".

In diesem Sinne: Fröhliches in die Sonne Geknipse! ;)

Gordon

D800 - Leistung von Objektiven - Sigma 35 1.4 HSM (Art)

Hier noch ein kleiner Beitrag zum Thema Objektive an der D800. Diesmal das Sigma 35mm F1.4 DG HSM (Art). 

Ich glaube, dieses Objektiv schlägt ohnehin alles, was ich bis jetzt auf einer Kamera hatte. Auch an der D800 kann man das Teil problemlos einsetzen, egal bei welcher Blendenöffnung. 

Anklicken für große Darstellung
Bei einer idealen Blende von f=5.6 ist selbst bei 36 Megapixeln noch Luft, was die Auflösungsleistung angeht. Bei idealen Bedingungen kann ich wirklich jeden Pixel mit Vor- und Nachnamen begrüßen ;)

Sehr starker Ausschnitt:
Bitte anklicken

Das Teil macht auch an der D800 Spaß ohne Ende. Als günstigere Alternative zum Nikkor aus meiner Sicht absolut empfehlenswert.

Grüße,

Gordon